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Donnerstag 1. Oktober 2009, 04:00 Uhr
Junge Bulgarin flüchtet vor ihren
Zuhältern
Zwei Bulgaren haben eine 26 Jahre alte Frau acht Wochen lang
in Wilhelmsburg gefangen gehalten und zur Prostitution gezwungen.Jetzt
konnte das Opfer fliehen.Die Täter sind festgenommen.
Beide sind der Polizei bereits einschlägig bekannt.Dienstagnachmittag
hatten Mitarbeiter des Klärwerks Neuhof eine leicht bekleidete,
völlig durchnässte und vor Kälte zitternde
Frau aufgegriffen, die dort umherirrte.
Zwei Bulgaren haben eine 26 Jahre alte Frau acht Wochen lang
in Wilhelmsburg gefangen gehalten und zur Prostitution gezwungen.
Jetzt konnte das Opfer fliehen. Die Täter sind festgenommen.
Beide sind der Polizei bereits einschlägig bekannt.
Dienstagnachmittag hatten Mitarbeiter des Klärwerks
Neuhof eine leicht bekleidete, völlig durchnässte
und vor Kälte zitternde Frau aufgegriffen, die dort umherirrte.
Eine erste Vernehmung ergab, dass die 26 Jahre alte Bulgarin
ein Martyrium hinter sich hatte. Sie war aus ihrer Heimat
unter falschen Versprechungen nach Polen gelockt worden. Doch
statt eine ganz normale Anstellung zu bekommen, musste die
Frau schon dort als Prostituierte arbeiten. Im August wurde
die Bulgarin gegen ihren Willen nach Hamburg geschafft. In
einer kleinen Wohnung am Ernst-August-Deich hielten Anatoli
A. (38) und Sibelzhan I. (44) die Bulgarin wie eine Gefangene.
Jeder Versuch von Widerstand wurde gebrochen. Immer wieder
bekam die Frau Schläge. Von dem Geld, das die Freier
zahlten, bekam sie nicht einen Cent. Jetzt hielt sie es nicht
mehr aus. Als sich eine Gelegenheit zur Flucht ergab, lief
sie davon. Kilometerweit kämpfte sie sich durch den Regen.
"Wir konnten die Wohnung, in der die Frau als Prostituierte
arbeiten musste, schnell lokalisieren", sagt Hauptkommissarin
Ulrike Sweden. "Nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft
wurde sie im Rahmen der Gefahr im Verzug durchsucht."
Beamte des Milieudezernats konnten bei der Aktion die beiden
Männer festnehmen.
Die Täter sind bei der Polizei bereits seit mehreren
Jahren einschlägig bekannt. Nicht nur in Hamburg, auch
in Berlin waren beide im Zusammenhang mit dem Rotlichtmilieu
auffällig geworden. Einen der Männer hatten die
Behörden in der Vergangenheit aus Deutschland abgeschoben.
Da Bulgarien mittlerweile in der EU ist, konnte er zurückkommen.
Die Staatsanwaltschaft beantragte gegen die beiden Bulgaren
Haftbefehle. Dem folgte der zuständige Richter. Anatoli
A. und Sibelzhan I. sitzen in Untersuchungshaft.
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(Quelle: welt.de)
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