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Dienstag 7. April 2009, 12:57 Uhr
Schlägerei in Bordell: Haben Angeklagte
Zeugin beeinflusst?
DORTMUND Fünf Monate nach einer brutalen Schlägerei
in einem Bordellzimmer an der Linienstraße werden die
Hintergründe der Tat immer deutlicher auf. Am Dienstag
wurde der Prozess fortgesetzt.
Fakt ist: Hinter der Bluttat, bei der ein Mann Mitte November
mit Holz- und Eisenstangen verprügelt wurde und schwere
Kopfverletzungen erlitt, stecken Streitigkeiten schon lange
rivalisierender Türken- und Albaner-Gruppen. Für
die drei angeklagten Türken steht eine Menge auf dem
Spiel. Sollte das Gericht sie schuldig sprechen, drohen ihnen
mehrjährige Haftstrafen.
Inzwischen ist sogar der Verdacht laut geworden, die Männer
könnten eine eigentlich unbeteiligte Zeugin zu einer
wohlwollenden Aussage „überredet“ haben.
Die Prostituierte hatte bei ihren polizeilichen Vernehmungen
unmittelbar nach dem Vorfall noch erklärt, sie habe von
der Schlägerei eigentlich nicht viel mitbekommen, weil
sie nichts habe erkennen können.
Wenig später war sie dann jedoch bei einem Dortmunder
Rechtsanwalt aufgetaucht und hatte dort wesentlich detailliertere
Angaben gemacht. Darin hieß es plötzlich, die Angeklagten
hätten den Albaner lediglich zur Rede stellen wollen.
Der andere Mann habe dann jedoch urplötzlich ein Messer
aus der Tasche gezogen und damit sozusagen eine Notwehr-Situation
heraufbeschworen.
Interessant fanden die Richter jedenfalls, dass die Prostituierte
bei ihrer Aussage in der Anwaltskanzlei von zweien der drei
Angeklagten begleitet wurde. Dies bestätigte der Rechtsanwalt
am Dienstag als Zeuge.
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(Quelle: ruhrnachrichten.de)
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