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Dienstag 4. März 2008, 12:20 Uhr
Frauenhandel: Schweiz als Ziel- und Durchgangsland
Fast zwei Millionen Menschen werden laut Amnesty International
jedes Jahr weltweit Opfer von Menschenhändlern. Eine Ausstellung
in Bern widmet sich dem Thema.
Unter dem Titel «Ohne Glanz und Glamour - Frauenhandel und
Zwangsprostitution im Zeitalter der Globalisierung» beleuchtet
die Ausstellung verschiedene Facetten des Themas. Deutlich wird
dabei, dass auch die Schweiz Ziel- und Durchgangsland für den
internationalen Frauenhandel ist. Vor allem Frauen und Kinder werden
häufig als Prostituierte missbraucht.
Menschenhandel und Armut sind eng miteinander verknüpft. Dies
lasse sich am deutlichsten an den Erfahrungen in Osteuropa, insbesondere
in Moldawien, Rumänien oder der Ukraine feststellen, heisst
es in den Unterlagen von Amnesty International.
In den vergangenen Jahrzehnten hätten viele westliche Industriestaaten
ihre Grenzen mehr und mehr abgeschottet. Migrationswillige Menschen
seien deshalb zunehmend auf Schlepper angewiesen. Nicht selten führe
die Dringlichkeit, Arbeit und Verdienst zu finden, Migrantinnen
und Migranten direkt in die Fänge von Menschenhändlern.
Die Ausstellung im Kornhausforum wurde ursprünglich von Terre
des Femmes Deutschland konzipiert, jedoch an Schweizer Verhältnisse
angepasst. Sie wird von einem Rahmenprogramm mit Referaten begleitet.
Die Ausstellung dauert von 4. bis am 15. März.
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(Quelle: 20min.ch)
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