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Dienstag 22. Mai 2007, 11:06 Uhr
Domenica flüchtet nach Köln

Köln – Was für eine dicke Überraschung: Doppel-D-Domenica, die berühmteste Ex-Hure Deutschlands, wird Kölnerin! „Hier in der Eifel sterbe ich vor Langeweile“, stöhnt sie. „In Boos ist kein Moos und nix los. Ich will heim nach Kölle!“

Ihr Leben im Zeitraffer: Vor knapp 62 Jahren am sündigen Klapperhof im Friesenveedel geboren und im Kalker Waisenheim aufgewachsen, zog sie später das Rotlicht von Köln nach Hamburg.

„Stern“-Reporter schrieben ihre Geschichten auf, das Fernsehen kam – und plötzlich wurde Domenica zur Promi-Prostituierten, die jedoch scheuten nun die Freier. „Ich verdiente fast nichts mehr und wurde Sozialarbeiterin für die Mädchen.“ Dann erbte sie 2005 vom Bruder eine kleine Pension in Boos, das Dorf (680 Einwohner) war in Aufruhr.

„Die Pension habe ich ja hübsch hergerichtet – aber hier ist eben nix los. Ich brauche eine Stadt, die mir Impulse gibt. Meine beste Freundin wohnt in Köln-Dellbrück – das wäre doch ein nettes Plätzchen.“

Als kleinen Antrittsbesuch wird die Noch-Eiflerin, die über ihr bewegtes Leben jetzt ein Buch schreiben will, am Dienstag in der Mülheimer Schanzenstraße Station machen. Zur Talkshow „Menschen bei Maischberger“ (ARD, 22.45 Uhr).

Thema: Hure – ein ganz normaler Beruf? Dort wird sich Domenica kämpferisch geben: „Natürlich nicht. Wohnung, Job, Gesellschaft – wenn eine Frau sagt, dass sie als Prostituierte arbeitet, dann hat sie keine Chance.“

Zum Talk nach Köln kommt auch die zurzeit bekannteste Bordellbesitzerin Deutschlands, Felicitas Schirow (49) aus Berlin. Mit ihrem vor zehn Jahren gegründeten „Café Pssst!“ kämpfte sie dafür, dass Prostitution juristisch nicht mehr sittenwidrig ist: „Es ist jetzt immerhin als berufliche Tätigkeit anerkannt“, sagt Felicitas nicht ohne Stolz.

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(Quelle: express.de)

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