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Mittwoch 10. Januar 2007, 11:03 Uhr
Hartz-Prozess beginnt ohne Zeugen
Hamburg (ddp). Der Prozess gegen den früheren VW-Personalvorstand
Peter Hartz beginnt ohne Zeugen. Laut einem Bericht der Wochenzeitung
«Die Zeit» hat Hartz mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig
einen Deal ausgehandelt, der ihn davor bewahren soll, dass in dem
Prozess Prostituierte aussagen. Der Prozess vor dem Landgericht
Braunschweig wegen des Verdachts auf Untreue und Begünstigung
eines Mitglieds des Betriebsrates beginnt am nächsten Mittwoch.
«Wir lassen keine Prostituierten aufmarschieren, und im Gegenzug
führt Hartz sein Geständnis über die Sonderbonuszahlungen
genau aus», sagte die Braunschweiger Oberstaatsanwältin
Hildegard Wolff der Zeitung laut einer Vorabmeldung vom Mittwoch.
Der frühere Chef des VW-Betriebsrates, Klaus Volkert, soll
auf Anweisung von Hartz fast zwei Millionen Euro Sonderboni erhalten
haben, angeblich ohne sachlichen Grund. Für Bordellbesuche
sind nach Erkenntnissen der Ermittler nur wenige tausend Euro aus
der Firmenkasse gezahlt worden. «Ein paar tausend Euro tausche
ich gegen zwei Millionen», sagte die Oberstaatsanwältin
laut Zeitung.
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