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Dienstag 4. September 2007, 02:58 Uhr
Wie eine Prostituierte die Behörden
narrt
Limburg/Brechen. Jeder darf bis zu zwei Wochen an einer Stelle
parken. Auch Prostituierte mit ihren „Liebesmobilen“,
doch die besetzen meist viel länger ihre Standorte –
zum Beispiel auf einem Parkplatz an der B 8 bei Niederbrechen. Manche
Autofahrer ärgern sich darüber, wie der Dauborner Gerhard
Elsner, bei der Gemeinde hat es nach den Worten von Ordnungsamtsleiter
Gerhard Stillger allerdings noch keine offiziellen Beschwerden gegeben.
Er erklärte auf Anfrage der NNP auch, warum die Behörde
in diesem Fall nichts machen kann. Nach Ablauf der 14-Tage-Frist
werde das Fahrzeug immer woanders geparkt. Man habe die Angelegenheit
bisher relativ großzügig behandelt, weil der Wohnwagen
außerhalb der Ortslage an einer Bundesstraße stehe.
„Das Gesetz spricht von einer Belästigung der Allgemeinheit.
Wann trifft das zu ?“, fragte Stillger. „Ich habe meine
Zweifel, ob das bei einem abgelegenen Parkplatz der Fall ist.“
Ein Einschreiten der Gemeinde mit Bezug auf das Gewerberecht lasse
sich nicht begründen, so der Amtsleiter, da noch vor kurzem
der Bund-Länder-Ausschuss die Prostitution als „freien
Beruf“ eingeordnet habe. Unser Leser hält dies für
„ein öffentliches Ärgernis“, das man seiner
Meinung nach nicht dulden müsse. „Die Parkplätze
kosten Geld, sie sind irgendwann gebaut worden, aber man kann sie
nicht nutzen. Öffentliche Gelder werden verhunzt, weil es bequemer
ist für die Ämter“, kritisiert er.
Bezüglich eines Parkplatzes in der Nähe gibt es jedoch
eine erfreuliche Nachricht für Georg Elsner und alle anderen
Autofahrer. Die seit sieben Jahren gesperrte Fläche an der
B 8 zwischen Lindenholzhausen und Niederbrechen soll noch in diesem
Monat wieder geöffnet werden. Nach einem Anruf der NNP geht’s
plötzlich ganz schnell. . . Der Parkplatz war zu, nachdem sich
dort am Abend des 23. Februar 2000 ein tödlicher Unfall ereignet
hatte. Damals wendete an dieser Stelle ein Lkw-Fahrer, um zurück
nach Lindenholzhausen zu fahren, obwohl das Linksabbiegen durch
ein Verkehrszeichen verboten war. Als der Brummi die Straße
in ihrer vollen Breite versperrte, prallte ein Pkw dagegen. Der
Fahrer starb noch an der Unfallstelle, der Beifahrer erlitt schwere
Verletzungen.
Sperrbalken und Verkehrsschilder blockieren seitdem den Parkplatz.
Gerhard Elsner wandte sich deshalb an die Redaktion. Es sei von
Seiten des zuständigen Amtes für Straßenverkehrswesen
(ASV) in Dillenburg schon vor Jahren zugesagt worden, dass der Parkplatz
wieder aufgemacht werde, sobald die Straße erneuert und die
Ausfahrt entschärft sei. Seit einiger Zeit tue sich aber gar
nichts. Darüber sei er sauer, sagte Elsner.
Der Pressesprecher der ASV, Marco Gräb, teilte der NNP auf
Anfrage mit, dass der seit sieben Jahren gesperrte Parkplatz Ende
September wieder geöffnet werde. Vorher müsse noch der
Bewuchs beschnitten werden, allerdings sei ein Grünschnitt
erst ab dem 15. September erlaubt. Der Umbau sei im Frühjahr
abgeschlossen worden. In Zukunft sei nur noch die Ausfahrt in Richtung
Niederbrechen möglich, Leitplanken würden die Ausfahrt
in Richtung Lindenholzhausen verhindern. „Dadurch wird jede
Kollisionsgefahr vermieden“, betonte Gräb. Die Straßenmeisterei
Brechen, die den Parkplatz bisher als Zwischenlager genutzt habe,
werde ihn bis zur Freigabe räumen.
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(Quelle: rhein-main.net)
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