|
Donnerstag 24. August 2006, 05:58 Uhr
Prostituierte erwürgt: Neun Jahre
Haft wegen Totschlags
Mehr als fünf Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer jungen
Prostituierten hat das Landgericht Uwe. L. (46) wegen Totschlags
zu neun Jahren Haft verurteilt.
Nach einem reinen Indizienprozess waren die Richter davon überzeugt,
dass der Mann die 22-jährige Melanie R. im Sommer 2001 in einem
leer stehenden Bürogebäude nahe dem Hauptbahnhof erwürgt
hat. "Sie sind durch die am Tatort gefundenen Blutspuren überführt",
sagte der Vorsitzende. Blut, das unter anderem am Oberschenkel der
Getöteten sichergestellt worden war, stammte laut einer DNA-Analyse
mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu zwölfeinhalb Milliarden
vom Angeklagten. Uwe L. hatte jede Schuld bestritten.
In dem sogenannten "Horrorhaus" hausten Dutzende Drogenabhängige,
Obdachlose und Prostituierte. Die Ermittler kamen erstmals 2003
durch einen Abgleich von DNA-Material auf die Spur des Angeklagten.
Der Angeklagte hatte eine sexuelle Beziehung zu der drogenabhängigen
Frau eingeräumt. "Sie hatten nicht direkt vor, sie zu
töten", sagte der Richter. Möglicherweise habe der
Mann die 22-Jährige bei einem Streit zum Schweigen bringen
wollen und so zu Tode gewürgt.
zurück
(Quelle: abendblatt.de)
|