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Sonntag 18. Juni 2006, 07:47 Uhr
Steigende Zahl von Aids-Infektionen
in Brandenburg
Potsdam (ddp-lbg). In Brandenburg erkranken mehr Menschen an der
tödlichen Immunschwächekrankheit Aids. Im vergangenen
Jahr seien 35 positive Tests des auslösenden HI-Virus registriert
worden, teilte Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler (SPD) mit. Im
Jahr 2004 hatten die Kliniken insgesamt 28 Infizierungen gemeldet,
ein Jahr zuvor waren es 29. Im Jahr 2002 gab es insgesamt 23 Infektionen.
Die Negativtendenz ist trotz höherer Ausgaben für die
Aidsprävention zu verzeichnen. Wie Ziegler mitteilte, stiegen
die Ausgaben für die HIV-Aufklärung von 130 000 Euro im
Jahr 2003 auf 155 600 Euro im vergangenen Jahr.
Das Land fördere im Wesentlichen drei Vereine oder Projekte:
für landesweite Koordinierungsaufgaben die Aids-Hilfe Potsdam,
für die Aids-Prävention unter den Prostituierten den Verein
«Belladonna» und für die Vorbeugung an Schulen
und in einzelnen Landkreisen das Deutsche Rote Kreuz.
Zwischen 2005 und 2007 stellt die Europäische Union im Rahmen
des Projektes «Bordernet» eine Million Euro zur Verfügung,
um die Aidsgefahr durch Prostitution entlang der Grenzen zu verringern.
Laut Finanzierungsplan erhält Deutschland insgesamt 555 000
Euro. Brandenburg bezieht daraus pro Jahr 60 000 Euro für den
Verein Aids-Hilfe-Potsdam und 85 000 Euro für «Belladonna».
Das Geld muss vom Land kofinanziert werden.
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