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Montag 12. Juni 2006, 06:31 Uhr
Mitglieder der Marek-Bande vor dem Landgericht
Mutmaßliche Top-Mitglieder der sogenannten Marek-Bande müssen
sich vom kommenden Mittwoch an vor dem Landgericht verantworten
- laut Ermittlungen die zehnköpfige Führungsriege einer
Zuhältergruppe vom Kiez . Die Anklage lautet auf Mitgliedschaft
in einer kriminellen Vereinigung, gewerbs- und bandenmäßigen
Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und Zuhälterei.
Hauptangeklagter ist Carsten Marek (46), der Staatsanwaltschaft
zufolge Rädelsführer beziehungsweise Hintermann der Bande
skrupelloser Zuhälter.
Die Marek-Gruppe soll, so die Ermittlungen, mehr als 20 Millionen
Euro in den vergangenen Jahren erwirtschaftet haben. Bis zur Zerschlagung
im November 2005 kontrollierte sie laut Polizei rund 140 Prostituierte,
nahm ihnen fast das gesamte Geld ab. Die Frauen sollen teilweise
bis zu sieben Nächte in der Woche "angeschafft" haben.
Brachten sie nicht genug Geld ein, drohten ihnen laut Anklage Prügel
und andere Schikanen. Die Männer fanden die jungen Frauen offenbar
in Diskotheken. Die braungebrannten kräftigen Herren vom Kiez
lebten in Saus und Braus. Sie sollen die Frauen mit Geld und Luxusautos
umgarnt, sie später abhängig gemacht haben. Bei einer
Großrazzia im November 2005 auf dem Kiez wurden zehn Männer
festgenommen. Unter anderem Marek und einer seiner Kumpel: Die Zuhälterbosse
saßen gerade beim Dinner - bei einer Platte Meeresfrüchte,
als die schwerbewaffneten MEK-Beamten das Restaurant mit Blendgranaten
stürmten.
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(Quelle: abendblatt.de)
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