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Dienstag 6. Juni 2006, 09:43 Uhr
USA besorgt über Zwangsprostitution
am Rande der WM
Washington (AFP) - Die US-Regierung hat sich besorgt über
eine mögliche Zunahme der Zwangsprostitution während der
Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland gezeigt. Er habe
diese Besorgnis gegenüber dem deutschen Botschafter Klaus Scharioth
zum Ausdruck gebracht, sagte der Experte des US-Außenamtes
für die Bekämpfung des Menschenhandels, John Miller, in
Washington. Er bezog sich auf Berichte, wonach Tausende von Frauen
als Prostitutierte für die WM nach Deutschland gebracht werden.
Es sei davon auszugehen, dass viele dieser Frauen Opfer von Menschenhändlern
seien.
Miller stellte den neuen Menschenhandelsbericht seines Ministeriums
vor, in dem ein eigener Abschnitt der Prostitution und dem Menschenhandel
in Deutschland gewidmet ist. Die Bundesrepublik wird darin als "Herkunfts-,
Transit- und Zielland für Männer, Frauen und Kinder"
genannt, die von Menschenhändlern für das Geschäft
mit dem Sex ausgebeutet werden.
Zugleich werden aber auch die Bemühungen der Bundesregierung,
des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sowie nicht-staatlicher
Organisationen gewürdigt, die Zwangsprostitution während
der WM einzudämmen. Allerdings könnten wegen des "schieren
Ausmaßes des Ereignisses" die Besorgnisse damit nicht
aus der Welt geschaffen werden.
Die US-Regierung machte auch erneut klar, dass sie die in Deutschland
erfolgte Legalisierung der Prostitution grundsätzlich ablehnt.
Prostitution sei "vom Wesen her schädlich und menschenverachtend",
heißt es in dem Bericht.
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