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Dienstag 3. Januar 2006, 10:46 Uhr
Fan-Projekt: Sponsoring mit Pascha beendet

Köln – Diese Partnerschaft war wohl zu delikat: Nach heftigen Protesten und „sanftem Druck“ aus dem Geißbockheim hat das Fan-Projekt des 1. FC Köln die finanzielle Zusammenarbeit mit der Pascha Tabledance GmbH beenden müssen.
Nach EXPRESS-Informationen hat der Vorstand der organisierten FC-Anhängerschaft mit 4400 Mitgliedern den Sponsorenvertrag mit der Stangen-Tanzabteilung von Europas größtem Bordell an der Hornstraße zum Jahreswechsel vorzeitig gekündigt.

Dabei war es für das FC-Fan-Projekt ein lukratives Geschäft: Für die laufende Saison soll es um weit mehr als 20.000 Euro gegangen sein.

Doch nicht allein die geschäftliche Fummelei zwischen Fußball und Sex fiel in Ungnade. So hatte es nach einer „Fan-Party“ in der Striptease-Bar auf Kölns Rotlicht-Meile heftige Proteste gehagelt.

Tenor: Das Fan-Projekt stehe auch für Jugendarbeit und dies sei nicht mit einem Milieu vereinbar, in denen Frauen als Ware angeboten und Minderjährige als Prostituierte aufgegriffen würden.

Vor allem der Verein „Mädchenhaus Köln“ machte mobil und schaltete Oberbürgermeister Fritz Schramma, CDU und Grüne im Rat sowie den 1. FC Köln ein. Alle beteuerten, dass eine derartige Zusammenarbeit „äußerst unglücklich“ oder gar unmöglich sei. Der FC versprach, sich für eine „schnellstmögliche Beeindigung“ der Beziehung einzusetzen. Das ist jetzt geschehen.

„Es war ein Experiment, das uns finanziell sehr geholfen hat“, so Michael Kirch vom Vorstand des Fan-Projekts. Ein Zusammenhang mit einem frauenfeindlichen Weltbild sei zu keinem Zeitpunkt so gesehen oder gar gewollt worden. Die Pascha Tabledance GmbH sei rechtlich losgelöst vom Bordellbetrieb.

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(Quelle: Express.de)

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