Donnerstag
30. Juni 2005, 18:46 Uhr
Höchststrafe im Kindesmissbrauchsprozess
von Angers gefordert
Angers (AP) Im Kindesmissbrauchsprozess von Angers hat die Staatsanwaltschaft
die Höchststrafe gefordert. Der männliche Hauptverdächtige
solle mit 20 Jahren und seine mutmassliche Komplizin mit 18 Jahren
Haft bestraft werden, sagte Ankläger Yves Auriel am Donnerstag.
Der Mann solle mindestens zwei Drittel der Strafe verbüssen,
«um ihn so lange wie möglich von der Gesellschaft»
fern zu halten. Der mutmassliche Organisator eines Kinderschänderrings
hat vor dem Gericht der westfranzösischen Stadt alle Vorwürfe
abgestritten.
Insgesamt sind 66 Personen angeklagt, 45 Kinder im Alter von sechs
Monaten bis 14 Jahren vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen
zu haben. Väter und Grossväter vergingen sich laut Staatsanwaltschaft
an ihren eigenen Kindern und Enkeln. Die Verbrechen trugen sich
laut Staatsanwaltschaft im sozial schwachen Milieu zu. Manche Eltern
sollen ihre Kinder für eine Flasche Schnaps oder ein paar Zigaretten
hergegeben haben.
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