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Mittwoch 27. April 2005, 21:33 Uhr
14-Jährige auf dem Strich

Die Polizei hat bei der Razzia gegen Menschenhandel und Prostitution im „Pascha“ vier junge Mädchen aus den Fängen ihrer Zuhälter befreit. Die 14-jährigen Ausländerinnen wurden dem Jugendamt übergeben. Bei dem rund dreistündigen Einsatz wurden 23 Prostituierte wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und des Verstoßes gegen das Zuwanderungsgesetz vorläufig festgenommen.
Bei sechs der Festgenommene ergaben sich nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Baldes Anhaltspunkte für Straftaten nach dem Zuwanderungsgesetz. Sie wurden noch gestern dem Haftrichter vorgeführt. In drei Fällen wiesen die Ausweise der Frauen Fälschungsmerkmale auf; ein Personalausweis war gestohlen. Sechs Überprüfte wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, weil sie legal in Deutschland leben. Weitere Prostituierte sollten am Abend wieder entlassen werden.

Bei der Razzia wurden auch eine scharfe Schusswaffe, Munition verschiedener Kaliber, Schmuck, Drogen und eine Sturmhaube gefunden. „Sie lagen nicht in einem Zimmer der Frauen“, sagte Baldes. Die Gegenstände wurden in einem Nebenraum gefunden und konnten noch niemandem zugeordnet werden.

Bei ihren Vernehmungen im Polizeipräsidium ging es den Ermittlern besonders um den „Sumpf des Menschenhandels“, wie ein Beamter betonte. Ob die Aussagen der Frauen verwertbare Ansätze für die Ermittlungen gegen Menschenhändler und Schleuser enthalten, wird nun geprüft. Nach Ansicht von Staatsanwaltschaft und Bundesgrenzschutz gilt Köln als Drehkreuz für den Menschenhandel. Besonders viele eingeschleuste Prostituierte aus Bulgarien wurden in den vergangenen Monaten in Bordellen entdeckt.

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(Quelle: rundschau-online.de)

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