Donnerstag
27. Januar 2005, 11:55 Uhr
Liverpool will staatlich gemanagten Rotlichtbezirk
London (AFP) - Als erste britische Stadt hat Liverpool die Einrichtung
eines staatlich gemanagten Rotlichtbezirks beschlossen. Nach dem
Vorbild der niederländischen Stadt Utrecht soll in der nordwestenglischen
Stadt ein Bereich ausgewiesen werden, in dem Prostituierte legal
ihrer Arbeit nachgehen können, wie eine Sprecherin der Stadtveraltung
mitteilte.
Dieser soll leicht für Autos und öffentliche Verkehrsmittel
zugänglich sein und gute Parkmöglichkeiten bieten. Polizeistreifen,
Überwachungskameras und Kontrollen an den Ein- und Ausgängen
sollen für Sicherheit sorgen. Auch ein Gesundheitsheitszentrum
soll auf dem Gelände errichtet werden.
Die Liverpooler Stadtoberen versprechen sich von dem Liebesgewerbegebiet
mehr Sicherheit für die Prostituierten und hoffen, ihnen besser
beim Ausstieg aus dem Milieu helfen zu können. Noch ist nicht
klar, wo der offizielle Rotlichtbezirk entstehen soll. Forscher
der Liverpooler Universität schlugen aber bereits zwei Gelände
in der Stadt vor. Damit der Plan in die Tat umgesetzt werden kann,
müsste allerding das britische Recht geändert werden.
Das Innenministerium in London teilte mit, es prüfe bereits
entsprechende Schritte.
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