Freitag
20. Mai 2005, 13:19 Uhr
Prostituiertenmord im Grenzgebiet
Heerlen/Aachen (ddp-nrw). Nach dem Fund einer stark verwesten Frauenleiche
in der niederländischen Grenzstadt Heerlen verdichten sich
Hinweise auf einen Serienmörder im Drogen- und Rotlichtmilieu.
Nahe dem jetzigen Fundort sei bereits vor Jahren die Leiche einer
ermordeten Prostituierten entdeckt worden, sagte ein Polizeisprecher
am Freitag.
Passanten hatte in dem Waldstück im deutsch-niederländischen
Grenzgebiet Leichenteile der seit zwei Jahren vermissten Prostituierten
Samira van de Wal aus Brunssum entdeckt. Die damals 20-Jährige
war am 11. Juli 2003 zum letzten Mal lebend im Heerlener Bahnhofsmilieu
gesehen worden.
In den vergangenen Jahren sind damit mindestens vier junge drogensüchtige
Prostituierte aus der niederländischen Grenzstadt getötet
worden, zwei weitere Frauen sind vermisst. Keiner der Fälle
konnte bislang aufgeklärt werden.
Das Heerlener Bahnhofsviertel gilt wegen seiner guten Erreichbarkeit
als Anlaufpunkt für Freier aus Deutschland und den Niederlanden.
In diesem Milieu seien die Ermittlungen sehr schwierig, räumte
der Polizeisprecher ein. Auffällig sei, dass alle Opfer vom
anonymen Straßenstrich stammten, sehr jung und hochgradig
drogenabhängig gewesen seien.
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