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Sonntag 17. April 2005, 13:36 Uhr
Neuer Bestechungsverdacht gegen FC Porto
Lissabon (dpa) - Champions-League-Sieger FC Porto soll beim Gewinn
der portugiesischen Fußball-Meisterschaft in der vorigen Saison
von bestochenen Schiedsrichtern unterstützt worden sein.
Dies geht nach Angaben der Wochenzeitung «Expresso»
aus den Untersuchungen der Richterin Ana Cláudia Nogueira
hervor, die in dem - vor über einem Jahr aufgedeckten - Korruptionsskandal
die Ermittlungen leitete.
Danach steht der Präsident des FC Porto, Jorge Nuno Pinto
da Costa, im Verdacht, für die «Betreuung» von
Unparteiischen Prostituierte angeheuert zu haben. Bei einer Verurteilung
wegen Bestechung drohe dem FC Porto der Zwangsabstieg in die 2.
Liga, berichtete die Tageszeitung «Correio da Manhã».
Die Ligarivalen Benfica und Sporting Lissabon prüften bereits,
ob sie Schadenersatz fordern sollen. Die Justiz schloss die Ermittlungen
kürzlich ab, erhob aber bislang noch nicht offiziell Anklage.
Im Mittelpunkt des Interesses steht die Partie FC Porto gegen Estrela
da Amadora (2:0), in der die Hafenstädter systematisch vom
Schiedsrichtergespann bevorteilt worden sein sollen. «Expresso»
berichtete, der Referee und dessen Linienrichter hätten eingeräumt,
nach dem Spiel in einem Hotel die Dienste von Prostituierten in
Anspruch genommen zu haben. Sie hätten aber nicht gewusst,
wer die Frauen bezahlt habe.
Die Ermittlungen in dem Skandal, der unter der Bezeichnung «Goldener
Pfiff» in Portugal seit Monaten für Schlagzeilen sorgt,
stützten sich unter anderem auf abgehörte Telefongespräche
zwischen Club-Verantwortlichen und Schiedsrichtern.
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