Mittwoch
2. Februar 2005, 12:16 Uhr
Gewaltsamer Tod einer Prostituierten in
Halle
Halle (AP) Der gewaltsame Tod einer Prostituierten beschäftigt
die Polizei in Sachsen-Anhalt. Die in Folie eingewickelte Leiche
der 28-jährige Frau aus Litauen sei bereits am 14. Dezember
in einem Garagenkomplex in Halle gefunden worden, sagte Polizeisprecher
Siegfried Koch am Mittwoch. Tatverdächtiger sei ein 42-jähriger
Mann aus Halle, der inzwischen wegen eines anderen Deliktes im Gefängnis
sitze. Er habe das Verbrechen jedoch bislang nicht gestanden.
Der Mann war im Dezember in Leipzig wegen einer anderen Straftat
festgenommen worden und berichtete dem Haftrichter bei der Vernehmung
über den Tod der Prostituierten. Er führte die Beamten
auch zum Fundort der Leiche, verweigerte jedoch anschließend
jede Aussage, wie der Polizeisprecher weiter mitteilte.
Die Identifizierung des Opfers sei sehr kompliziert gewesen und
schließlich erst über die Zusammenarbeit mit der Polizei
Litauens und Interpols möglich gewesen. Die Eltern der Frau
hatten ihre Tochter bereits Anfang Oktober zum Urlaub in Litauen
erwartet und Vermisstenanzeige gestellt.
Die Beamten der inzwischen gebildeten Mordkommission seien über
60 Hinweisen nachgegangen, darunter waren «zahlreiche komplizierte
Ermittlungen im Rotlichtmilieu», wie Koch hinzufügte.
Danach habe die Frau in Gifhorn und Halle als Prostituierte gearbeitet.
Die genaue Todesursache stehe noch immer nicht fest, weiter Untersuchungen
seien notwendig. Derzeit gehen die Ermittler jedoch von Mord aus,
wie es weiter hieß.
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