Donnerstag
29. Januar 2004, 15:54 Uhr
Koschyk/Pflüger: Auswärtiges
Amt hat Grundstein für staatlich organisierte Schleusungen gelegt
Berlin (ots) - Zu Medienberichten über den Kölner Mammut-Schleuser-Prozess
erklären der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Hartmut Koschyk MdB, und der
außenpolitische Sprecher der CDU/CSU- Bundestagsfraktion,
Dr. Friedbert Pflüger MdB:
Die bisherigen Ergebnisse des Kölner Schleuser-Prozesses sind
atemberaubend. Das grün geführte Auswärtige Amt hat
– wie der Prozess ergab – jahrelang massenhafte Einschleusungen
von Ausländern
zugelassen, darunter potentielle Terroristen. Das Innenministerium
hat weggeschaut.
Dem grün geführten Auswärtigen Amt war es darum
gegangen, ein „politisches Zeichen“ zu setzen. So hat
man 1999 per Erlass angeordnet, die legale Einreise aus Nicht-EU-Staaten
zu erleichtern.
Seit Januar 2001 hatten dann Innenministerium und Auswärtiges
Amt, was Reisende aus Staaten der GUS betraf, so genannte „Reiseschutzpässe“,
eine Art „Reiseschutzversicherung“ akzeptiert,
worauf dann gegen deren Vorlage massenhaft Visa erteilt wurden.
Ergebnis: Professionelle Banden schleusten mit Hilfe der Versicherungspässe
Schwarzarbeiter, Prostituierte, Berufskriminelle,
aber auch potentielle Terroristen nach Deutschland ein. Im Prozess
hat das Auswärtige Amt eingeräumt, über das Ausmaß
der Einreisen frühzeitig Bescheid gewusst zu haben.
Der Kölner Richter gibt sich „fassungslos“ und
spricht von „staatlich organisierten Schleusungen“.
Die Minister Fischer und Schily müssen über diese skandalösen
Vorgänge im Parlament unverzüglich und umfassend Rede
und Antwort stehen.
zurck
ots-Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
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