Donnerstag
17. Juni 2004, 16:09 Uhr
Kiel – Razzia im Rotlichtviertel
Kiel (ots) - Unter der Leitung des 2. Polizeireviers haben 38 Polizisten
Donnerstagmittag die Räume eines Bordells durchsucht. In den
13 Räumen trafen die Beamten neun Prostituierte an, sieben
Frau hielten sich illegal in Deutschland auf.
Die Überprüfungen erfolgten nach dem Konzept der Kieler
Polizei zur Eindämmung des illegalen Aufenthalts von Ausländerinnen
in Bordellen. Die Maßnahmen richten sich nicht gegen Prostitution
oder Frauen die diesem Geschäft nachgehen, sondern gegen die
Ausbeutung und Gewalt, der gerade diese Ausländerinnen unterliegen.
Anlass der Kontrollen waren Erkenntnisse der Ermittlungsgruppe
Milieu nach denen Schwarzafrikanerinnen in dem Bordell ihrem Geschäft
nachgingen.
Kurz vor 12 Uhr besetzten die insgesamt 38 Polizisten schlagartig
das Bordell in der Flämischen Straße. Von den 13 Räumen
waren 9 durch Prostituierte belegt. Bei sieben Frauen bestand der
Verdacht, dass sie illegal in Deutschland waren, ihre Pässe
schienen gefälscht oder verfälscht. Alle kamen ins Polizeigewahrsam.
Die Identitätsfeststellung der sieben Frauen dauern noch an.
Fest steht allerdings dass sie gefälschte Pässe oder Ausweise
anderer Personen vorlegten.
Von dem Ausgang der Kontrolle zeigte sich das Team der Ermittlungsgruppe
Milieu wenig überrascht. Zeigt es doch, dass Betreiber wider
besseren Wissens illegal in Deutschland aufhältliche Ausländerinnen
in den Bordellen beschäftigen. Entsprechend dieser Entwicklung
kündigten die Beamten weitere Kontrollen an.
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ots-Originaltext: Polizei Kiel
Digitale
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