Samstag
09. Oktober 2004
Heidenau: Bordell erledigt
Volksbank-Tochter BEG zieht Grundstücksangebot zurück
Heidenau - Es
wird kein Groß-Bordell in Heidenau geben. Die Bauland-Erschließungs-Gesellschaft
(BEG) Hollenstedt hat einen Rückzieher gemacht. Sie trat überraschend
von ihrem Angebot zurück, dem Hamburger Jochem Frankenstein
ein Grundstück für sein geplantes Bordell zu verkaufen
(die Harburger Rundschau berichtete). Diese Nachricht kam auch für
die Heidenauer überraschend, hatte doch Otto Tschackert, Geschäftsführer
der BEG, vor wenigen Tagen noch verkündet, an seinem Angebot
fest zu halten, bis es ein Ergebnis der Bürgerbefragung in
Heidenau gebe.
An dieser Position
wollte Tschackert auch festhalten, nachdem die Volksbank Geest ihre
Tochtergesellschaft BEG öffentlich zurückgepfiffen hatte.
Der Volksbank-Vorstand befürchtete durch die andauernde Bordell-Diskussion
in Heidenau eine Schädigung ihres Rufes. In Heidenau selbst
dürfte die Nachricht von vielen erleichtert aufgenommen worden
sein. Rund 800 Unterschriften waren bereits für die Einleitung
einer Bürgerbefragung gesammelt. Viele Heidenauer wollten kein
Bordell in ihrem Dorf.
"Die Vermarktungsmöglichkeit
eines Gewerbegebiets ist aktuell wegen einer insgesamt unsicheren
Wirtschaftslage auch im hiesigen Bereich schwierig. Es ist durchaus
wahrscheinlich, daß nach einer Ansiedlung des beabsichtigten
Vorhabens eine weitere Vermarktung schwierig, wenn nicht gar unmöglich
wird", so Tschackert zu dem plötzlichen Rückzieher
der BEG, die nun die dem Schluß gekommen sei, ein Bordell
schade der Vermarktung der Gesamtfläche.
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